Glossar
Abhängigkeitsquote
Grafik: Abhängigkeitsquote in der EU-27 2007 (Quelle: Eigene Darstellung, Daten Eurostat)
Quelle: Eigene Darstellung, Daten Eurostat
Die Abhängigkeitsquote beschreibt den Prozentsatz, zu dem die EU bzw. ihre Mitgliedsstaaten von Energieimporten abhängig sind. Die Energieversorgung in der EU-27 wurde 2007 zu 53,1 Prozent durch Importe gedeckt. Die Abhängigkeitsquote ist tendenziell steigend. Noch nicht berücksichtigt in dieser Zahl ist die Tatsache, dass auch Atomstrom nicht vollständig zur Eigenproduktion gerechnet werden kann, da Uran nahezu zu 100 Prozent aus Drittstaaten importiert wird. Im Vergleich zwischen den einzelnen Mitgliedstaaten der EU variiert die Abhängigkeitsquote stark. Während Malta beispielsweise vollständig auf Energieimporte angewiesen ist, stellt Dänemark den einzigen Nettoexporteur von Energieträgern dar. Bedingt durch die regionale Konzentration fossiler Ressourcen und die hohen Kosten z. B. des Baus von Pipelines sowie aufgrund politischer Faktoren decken nur wenige Drittstaaten den Energieimportbedarf der EU. Eine hohe Abhängigkeitsquote bedeutet daher auch Abhängigkeit von starken Preisschwankungen. Bereits in den letzten Jahren sind die Preise für fossile Energieträger stark gestiegen. Die Abhängigkeit der EU von Einfuhren, insbesondere von Öl und Gas, bildet den Hintergrund der Beschäftigung der Politik mit der Versorgungssicherheit.

Eine Möglichkeit die Abhängigkeitsquote zu senken stellt der Ausbau erneuerbarer Energien dar, da diese innerhalb der EU in großen Mengen zur Verfügung stehen.

Weiterführende Informationen:
Statistiken zur Energieproduktion und Energieimporten der EU
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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.