Glossar
Erdöl
Erdöl ist ein natürlich vorkommendes Gemisch aus Kohlenwasserstoffen verschiedenster Zusammensetzung. Entstanden ist Erdöl, so wie auch Erdgas, aus abgestorbenen Meeresorganismen, beispielsweise Algen.

Erdöl ist in der Erdkruste eingelagert und dient als fossiler Energieträger zur Erzeugung von Strom, als Treibstoff und in der chemischen Industrie unter anderem zur Herstellung von Kunststoffen. Erdöl gilt als der wichtigste Rohstoff der modernen Industriegesellschaften.

Nach aktuellen Schätzungen decken die weltweiten Erdölreserven noch bis zu 50 Jahre den Verbrauch. Anzumerken ist jedoch, dass Förderdaten nicht aus allen Ländern bekannt sind. Der Punkt, an dem die höchste Ölfördermenge erreicht wird und die Produktion danach jedes Jahr abnimmt, wird „Peak Oil“ genannt. Die Bestimmung des Peak Oil ist erst in der Rückschau zweifelsfrei möglich.

Die Endlichkeit der Ressource Erdöl bedingt eine hohe Abhängigkeit von den ölfördernden Exportnationen und stark schwankenden Preisen. Die Erdölpreise steigen weltweit laufend an, der ursprünglich billige Rohstoff Öl wird zum Hochpreisprodukt. Aufgrund der zunehmenden Verknappung dieses Brennstoffs ist in absehbarer Zeit mit einer Preisexplosion zu rechnen. Unternehmen und Verbraucher sind auf eine preiswerte und sichere Energieversorgung angewiesen, steigende Preise belasten sie enorm.

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Kampf um Rohstoffe. Das Great Game des 21. Jahrhunderts“ (Barbara Unmüßig)

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