Glossar
EGKS, Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl
Der Zweite Weltkrieg mit seinem Schrecken war noch gut in der Erinnerung. Durch den EGKS-Vertrag sollte vor allem der Zugang zu Kohle und Stahl als für den Wiederaufbau entscheidende Produktionsfaktoren sicher gestellt werden, zudem wurden diese kriegswichtigen Güter unter gegenseitige Kontrolle gestellt. Der Frieden sollte so langfristig gesichert werden.
Die Laufzeit des Vertrags war auf fünfzig Jahre begrenzt. Er ist am 23. Juli 2002 ausgelaufen. Zuvor wurden wichtige Regeln in andere EU-Verträge übernommen.
Die EGKS zeigt, wie stark der Wille der Mitgliedsstaaten in den Gründungsjahren der Europäischen Gemeinschaft war, um durch gemeinsame Anstrengungen eine sichere und unabhängige Energieversorgung zu erreichen. Heute ist das Wissen vorhanden, dass weder allein auf der Basis fossiler Energieträger noch mit Kernenergie ein nachhaltiges Energiesystem möglich ist. Auf der europäischen Ebene fehlt es jedoch noch an der Entschlossenheit, nach der EGKS und EURATOM, durch gemeinsame Maßnahmen den Ausbau und den Nutzen erneuerbarer Energien zu forcieren.
Weiterführende Informationen:
Zusammenfassung des EGKS-Vertrags

