Studien zu 100 % Erneuerbare im Jahr 2050
14. Oktober 2010
Europäische Klimastiftung ECF: „Roadmap 2050“
McKinsey hat gemeinsam mit der Europäischen Klimastiftung ECF die Studie „Roadmap 2050“ erstellt. Das Ergebnis: Wir können die AKWs abschaffen. 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2050 ist realistisch, nicht teurer und ebenso verlässlich wie die heutige Versorgung. Unter Beteiligung deutscher und europäischer Stromkonzerne und Stromnetzbetreiber kommen sie zu dem Schluss, dass Europa bis 2050 vollständig mit Elektrizität aus erneuerbaren Energien versorgt werden kann.

EREC & Greenpeace: „RE-thinking 2050 – A 100% Renewable Energy Vision for the European Union”
Die vom European Renewable Energy Council (EREC) und Greenpeace veröffentlichte Studie „RE-thinking 2050“ zeigt Wege auf, wie ein Energiesystem in der EU, das sich zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien stützt, aussehen kann. Sie untersucht die Auswirkungen auf Europas Energieversorgung und CO2-Emmissionen ebenso wie die ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorteile eines solchen Systems. Auch empfiehlt die Studie konkrete politische Maßnahmen, die nötig sind, um das enorme Potenzial der EU bei erneuerbaren Energien voll auszuschöpfen.

ForschungsVerbund Erneuerbare Energien: „Energiekonzept 2050: Eine Vision für ein nachhaltiges Energiekonzept auf Basis von Energieeffizienz und 100% erneuerbaren Energien“
Eine Studie des ForschungsVerbunds Erneuerbare Energien (FVEE) von Juni 2010 zeigt, wie sich bis zum Jahr 2050 eine zuverlässige, kostengünstige und robuste Energieversorgung mit erneuerbaren Quellen in Deutschland erreichen lässt. Sie schließt den künftigen Energiebedarf aller Nutzungsbereiche ein (Strom, Wärme und Kraftstoff) und beschreibt die Funktionsweise des nachhaltigen Energiesystems, die dafür notwendigen Technologien sowie den Transformationsprozess und enthält politische Handlungsempfehlungen.

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung u.a.: „100 % Renewable Electricity. A roadmap to 2050 for Europe and North Africa”
Eine gemeinsame Studie des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, des European Climate Forum, des International Institute for Applied System Analysis und von PricewaterhouseCoopers untersucht das Potenzial einer vollständigen Versorgung Europas und Nordafrikas mit erneuerbaren Energien im Jahr 2050 sowie die Chancen, die eine solche Transformation für den Energiesektor bietet. Voraussetzung für die Vollversorgung, heißt es in der Studie, seien ein leistungsfähiges Fernübertragungsnetz für Strom sowie ein Elektrizitäts-Binnenmarkt in der EU, die mit entsprechenden Netzen und Märkten in Nordafrika verbunden werden müssten.


Sachverständigenrat für Umweltfragen: „100% erneuerbare Stromversorgung bis 2050: klimaverträglich, sicher, bezahlbar“

In einer im Mai 2010 veröffentlichten Stellungnahme kommt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) zu dem Ergebnis, dass das Potenzial an regenerativen Energiequellen ausreicht, um den Strombedarf in Deutschland und Europa im Jahr 2050 vollständig zu decken. Wenn entsprechende Erzeugungskapazitäten aufgebaut und Möglichkeiten für den Ausgleich zeitlich schwankender Einspeisung von Strom durch entsprechende Speicherkapazitäten geschaffen werden, wäre die Versorgungssicherheit dabei zu 100 % gewährleistet.

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Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert.